2008 -R08 Kroatien -  Slowenien -  Österreich

1. + 2. Tag - Anreise

Die Anreise nach Kroatien (rd. 1.033 km)

Bis kurz vor München ging soweit alles glatt. Auf der A99 jedoch fing es an sich zu stauen.  Also runter von der Bahn und per Landstraße Richtung Rosenheim, Kufstein und Kitzbühel über den Felbertauerntunnel nach Matrei, unseren Zwischenübernachtungsort.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Süden. Nun habe ich die Eigenschaft nicht immer den direkten Weg auszuwählen. Es kam so wie es kommen mußte. "Ach, wo geht es denn da hin?, sieht nach Pass aus". Konsequenz: rechts oder links abbiegen und den Pass abfahren. Nun haben es die Alpen so an sich, einem bei spontanen Streckenwechseln eine gewisse Zeit- und Entfernungsflexibilität abzuverlangen. Also führte uns unsere Weg über den Staller Sattel (2.048m) nach Italien rüber an den Drei Zinnen (2.999m) vorbei und via Kreubergpass (1.638m) und Trieste nach Slowenien.

In Slowenien besonders hervorzuheben war die Sitte komplette Spanferkel direkt am Straßenrand zu grillen. Ein Anschlag auf den Geruchssinn und jeden, der leckeres Essen liebt. Man könnte auch sagen: einfach eine leckere Unverschämtheit. Ansonsten ist diese Gegend wenig reizvoll gewesen.

An der kroatischen Grenze merkte man dann das Verlassen der EU an der Art der Kontrolle der Grenzer. Aber auch das ging vorüber und so fuhren wir auf einer neuen  mautpflichtigen Autobahn nach Rijeka. Dort herrscht zumindest baulich teilweise noch der Sozialismus in Form von vielen Hochhäusern im Plattenbaustil der 60er Jahre. Nach gut 40 weitern Kilometern an der Küste entlang hatten wir dann unser Endziel, den Badeort Selce erreicht. Bis dahin sogar noch ohne die sehr kreative Fahrweise mancher Kroaten zu erleben. Das sollte sich aber im Verlaufe des Aufenthaltes noch ändern.

In Selce angekommen gingen wir zunächst auf die Suche nach unserer Unterkunft. Trotz Lageplan aus dem Internet nicht ganz so einfach aber durchaus lösbar. Ljubo brachte uns bei seiner Nachbarin Maria unter. Das Zimmer war zwar etwas sehr klein aber sauber und die Vermieterín sehr nett. Auch unsere Motorräder bekammen einen eigenen abgesperrten Parkplatz. Übrigens: in der Nebensaison ist es überhaupt kein Problem eine Privatunterkunft zu finden. Man wird hier förmlich von der Strasse weg einquartiert.